Die lange Geschichte eines Baumklettergurtes
Die Entwicklung des ersten treeAustria Baumklettergurtes beginnt bereits 1998 und wie man sich vielleicht schon denken kann, in Österreich. Alles begann mit einer Idee von Franz Kreuzeder. Er war in Österreich schon lange bekannt aus dem Bereich der forstlichen Ausbildung. Doch sein Interesse und die Leidenschaft verlagerten sich immer mehr in Richtung Baumpflege.
Zu dieser Zeit gab es sehr wenig spezielle Ausrüstung für Baumpfleger und die zentrale Schnittstelle der Ausrüstung eines kletternden Baumpflegers ist natürlich der Klettergurt. Er nahm den weit verbreiteten Gurt von Don Blair und entwickelte ihn weiter. Der größte Unterschied lag im verwendeten Material. Der Gurt von Don Blair war aus Leder und dadurch sehr robust und langlebig aber auch schwer und unflexibel. Also wurde das Leder komplett durch textile Materialien ersetzt und heraus kam einer der ersten in Europa erhältlichen leichtgewichtigen und funktionellen Baumklettergurte. Der treeAustria 1 war geboren.
Nach ein paar selbstgenähten Prototypen, verließ man sich bei der Herstellung von Anfang an auf die Qualität und das Fachwissen der Firma Haberkorn. Jetzt musste nur noch jemand gefunden werden, der die Möglichkeiten hatte, den neuen Gurt auch weltweit zu verkaufen. Und da kam als einer der Vorreiter der Baumpflegeszene nur Friedrich Drayer in Frage.
Aus dieser Kooperation und einer Idee entstand schließlich eine kleine Revolution und schon nach kurzer Zeit einer der meistverkauften Baumklettergurte auf dem Markt. Das war der Beginn einer langen Geschichte der stetigen Weiterentwicklung und Verbesserung des treeAustria und sie dauert bis heute an.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal war damals unter anderem die Möglichkeit, ein Sitzbrett und einen Brustgurt optional anzubringen und dadurch die Flexibilität und die Bandbreite beim Einsatz des treeAustria deutlich zu erweitern.
In den folgenden Jahren bis heute wurde permanent und unermüdlich an der Weiterentwicklung gearbeitet. Viele Ideen, auch von einigen befreundeten Baumpflegern, wurden umgesetzt oder nach ausgiebigen Tests und vielen Kletterstunden wieder verworfen.
2004 folgte dann mit dem treeAustria 2 das erste große Update. Unter anderem gab es jetzt zusätzliche Anschlagpunkte für die Kurzsicherung, die Verbindung vom Hüftgurt zur Beinschlaufe war jetzt stufenlos in der Länge verstellbar und statt des großen Sliding D wurde jetzt ein Aluring auf dem Zentralband verwendet. Dadurch konnte man den Gurt noch flexibler einsetzen und die bessere Anpassbarkeit machte ihn noch bequemer.
2008 gab es mit dem treeAustria 3 die nächste Version. Der Fokus bei der Weiterentwicklung lag auf dem Verbindungspunkt der Hüft- Beinverbindung und des Zentralbandes. Dieser sollte flexibler sein, damit sich der Gurt besser an die jeweilige Kletterposition anpassen konnte. Bisher war er fest vernäht, aber fortan wurde an dieser Stelle ein D Ring eingesetzt und damit die Flexibilität entscheidend verbessert.
2010 kam mit dem treeAustria 3.1 die nächste Weiterentwicklung. Um die Verschleißfestigkeit und Anpassungsmöglichkeiten weiter zu verbessern, wurden die D Ringe als Verbindungspunkt durch Schäkel ersetzt. Somit konnte man ab jetzt jederzeit das stark belastete Zentralband tauschen oder andere Längen einbauen. Die Nutzungsdauer wurde durch diese Möglichkeit enorm gesteigert.
2014 folgte der aktuelle treeAustria 3.2. Über die Jahre hinweg war Friedrich Drayer immer mehr in die Entwicklung eingebunden. Der 3.2 wurde schließlich komplett von Drayer und Haberkorn zusammen entwickelt. Er bekam größere und bequemere Beinschlaufen, standardmäßig mehr Anschlagpunkte und eine stufenlos verstellbare Hüft- Beinverbindung. Dadurch gehört der treeAustria 3.2 seit Jahren zu den besten Baumklettergurten die es auf dem Markt gibt.
2021 war für uns ein sehr spannendes Jahr. Umso mehr freuen wir uns sagen zu können, der treeAustria Pro ist das Beste aus 22 Jahren Erfahrung, zusammengefasst in einem Baumklettergurt. Ein exzellenter Tragekomfort stand bei der Entwicklung von Anfang an im Mittelpunkt. Die Geometrie haben wir komplett überarbeitet und die Gewichtsverteilung verbessert.
Ringe aus Aluminium sorgen nun für die Verbindung zwischen Hüftgurt und Beinschlaufen. Um noch mehr Möglichkeiten zu haben, kann jetzt auch eine zweite Brücke eingebaut werden. Auf die Verpackung haben wir auch sehr großen Wert gelegt. Sie sollte so umweltschonend wie möglich sein. Deshalb haben wir lange nach der aus unserer Sicht besten Verpackung gesucht.
Das Ergebnis war, der treeAustria Pro Baumklettergurt hat gar keine Verpackung. Stattdessen ist ein schicker Materialkarabiner mit dabei, der den Gurt zusammenhält. Eine "Verpackung" mit Mehrwert.
Doch die lange Geschichte des treeAustria ist noch nicht zu Ende. Die permanente Entwicklung und Ideensammlung geht auch heute noch weiter. Man darf gespannt sein welche Innovationen die nächste Version bereithält.
